Unsere Partnerschule in Laos :

Die Ebene der Tonkrüge und die Folgen des Vietnamkrieges

Zum Pflichtprogramm jedes Besuchers in der Provinz Xiengkhouang gehört die Ebene der Tonkrüge. Die Ebene der Tonkrüge hat ihren Namen von über 300 mysteriösen ein bis sechs Tonnen schweren und von einem bis drei Meter hohen Steingefäßen, deren Herkunft und Zweck niemand kennt, deren Alter man auf über 2.000 Jahre schätzt. Sie haben alle Kriege und Plünderungen, sogar die Flächenbombardements überstanden. Heute sind sie eine Attraktion für die Touristen und haben beste Chancen - wie die Königsstadt Luang Prabang - von der Unesco als Weltkulturerbe anerkannt zu werden. Dadurch hofft man in der bisher sehr armen Provinz auf etwas wirtschaftlichen Aufschwung.


Wer sich an den grausamen Vietnamkrieg erinnern kann, der eigentlich auch „Laoskrieg“ heißen müsste, wird die „Ebene der Tonkrüge“ aus den damaligen täglichen Nachrichten in Presse, Rundfunk und Fernsehen in trauriger Erinnerung behalten haben.
Denn diese Landschaft gehört zu den meist bombardierten Flächen der Erde. Auf Laos fielen mehr Bomben als auf ganz Europa und Japan zusammen wäh- rend des 2. Weltkrieges.
Unglaublich - aber wahr! Flächenbombardements durch B- 52-Bomber der Amerikaner pflügten das Land regelrecht um und hinterließen eine baumlose Landschaft mit zahlreichen heute immer noch vegetationslosen Bornbenkratern. Kein Dorf auf dem Plateau wurde verschont. Leider fordert dieser schreckliche Krieg, der bereits 1975 endete, auch heute noch seine Opfer: Jedes Jahr kommen Bauern beim Bearbeiten ihrer Felder durch ex- plodierende Blindgänger zu Schaden oder gar ums Leben.

Zusammen mit dem Gouverneur des Distriktes Muangh Kham und seinem Stellvertreter besuchten die Ruppichteorther 2001 die berühmte Ebene der Tonkrüge, auch "die laotischen Stonehendge" genannt.




Auch Professor Bischoff schaute sich im Februar 2005 mit seiner Reisegruppe die wunderschönen Tonkrüge an.































zum Seitenanfang...


Von den kleinen apfelgroßen „Bombies“ der Streubomben werden bis heute auch immer wieder Kinder beim Arbeiten oder Spielen verletzt oder getötet. Verletzte werden auch in „unserem“ Krankenhaus Muang Kham oder im Krankenhaus Phonesavan behandelt.



Wie sehr Laos bis heute unter den Folgen des Krieges zu leiden hat, konnte die Gruppe aus Ruppichteroth täglich sehen und erfahren. Berge von geräumten Bomben und Granaten säumen die Straßen und Wege in Ban Chomthong. Das Räumen der Bomben, Minen und Granaten - so ein dort tätiger australischer Spezialist - wird noch mindestens 20 Jahre in Anspruch nehmen. "Deadly harvest" = "Tödliche Ernte" nennen sie die gefährlichen Überbleibsel des Vietnamkrieges, die in den Wäldern und Feldern liegen und schlimme Unglücke verursachen.




Überall in der Region findet man Bomben und Bombies als Überbleibsel der Vietnamkrieges


zum Seitenanfang...